Sonntag, 10. März 2013

Tango im Quadrat




Rathauskonzert Diessenhofen 

Tango im Quadrat

Beim Rathauskonzert unter dem Titel „Tango im Quadrat“ brachten am
Sonntag Daniel Zisman und sein Sohn Michael Argentinische Leidenschaft
nach Diessenhofen.


Einmal furios, dann wieder mit melancholisch anmutenden Melodien, 
entführten sie die Zuhörer in die Welt des Tangos. Vater Daniel spielte 
auf seiner Geige virtuos und in schönster Klarheit. Sein Sohn begleitete 
ihn auf dem Bandoneon, einem akkordeonähnlichen Instrument. 

Er setzte markant musikalische Akzente, ohne damit die Geige zu 
dominieren. Die Musiker spielten traditionellen Tango und Kompositionen 
von Astor Piazzolla, dem Erfinder des „nuevo Tango“. Sie zeigten auf 
eindrückliche Weise, wie Piazzolla den Argentinischen Tango weiter 
entwickelte. 

Bei seinen Kompositionen sind typische Tango-Elemente für den Laien oft 
nur schwer auszumachen. „Piazzolla gilt als Exzentriker, sowohl in seiner 
Musik wie auch als Person. Er war zum Beispiel Haifisch-Fischer“. Mit 
diesem und weiteren Kommentaren führte Michael Zisman durch das 
Programm.

Schweizerisch-Argentinisch

Vater Daniel ist in Buenos Aires geboren und lebt seit 1978 mehrheitlich in 
der Schweiz. Er hat den Tango im Blut. Schon als Kind studierte er Geige 
und wurde als 20-jähriger mit dem „Diploma d’Onore“ ausgezeichnet. 

Nach weiteren Studien in Siena, Rom, Moskau und Gstaad leitete er das 
Berner Symphonie-Orchester. In seinen Konzerten in Europa, Israel und 
Nordamerika spielt er überwiegend Musik aus Buenos Aires. Unter dem 
Namen Tango2 tritt er mit seinem Sohn Michael auf. Michael ist 
Schweizerisch-Argentinischer Doppelbürger. 

Er spielt seit seinem achten Altersjahr Bandoneon. Dieses Instrument ist 
vergleichbar mit einer Handorgel. Es wird vor allem im Tango-Orchester, 
dem sogenannten „Orquesta Tipica“ gespielt. In Europa wurde das 
Bandoneon durch das einfacher spielbare Knopf-Akkordeon verdrängt.

Der Andrang zum Konzert war riesig. Es wurden zusätzliche Stühle 
herbeigeschafft. Trotzdem mussten viele Gäste stehen. „So habe ich das 
noch nie erlebt“ erklärte Michèle Kuhn erfreut. Sie und ihr Mann Martin 
organisieren seit vielen Jahren die Rathauskonzerte. 

Beide sind Geigenbauer. In der Pause gab es Wein, offeriert von Familie 
Zahner, Weinbau Truttikon. Die Stadtgemeinde Diessenhofen hatte das 
Patronat übernommen und zahlte die Künstler-Gage. Der Eintritt war frei. 
Das nächste Rathauskonzert findet am 24. März statt. Das Septett 
„Camerata Semplice“ spielt Stücke von Schubert und Beethoven.


Dieter Ritter (dr)
© Text und Foto von Dieter Ritter



Duo „Tango2“: Daniel Zisman, Geige und sein Sohn Michael, Bandoneon


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